ARTIST STATEMENT: Henrik Kröner

Portrait-als-meine-Oma-III1

 

„In diesen Arbeiten benutze ich Buntstifte auf nicht präpariertem Kästchenstoff.
Die Serie ist eine Untersuchung über Farbe und Wahrnehmung.
Der Ausgangspunkt ist, dass Farbe eine Oberfläche ist, die Licht reflektiert.
Die verdeckte Ausstellungswand scheint durch den dünnen Stoff hindurch.
Die unterschiedlichen Flächen von Lichtreflektionen verändern das Bild,
wenn man an ihm vorbei läuft. Aus einem schrägen Winkel her betrachtet,
sind die Farben am stärksten. Wenn man davor steht, verliert sich die Farbintensität.
Ich denke mir den idealen Betrachter als jemanden, der sich die Zeit nimmt und in dieser allerlei Eingebungen erhält.

… oder eine Ode an die Langeweile.

Als Künstler sehe ich die Langeweile als einen Ursprung von Inspiration.
Es können Dinge aus der Langeweile heraus entstehen.
Als Schüler habe ich im Matheunterricht damit angefangen,
die Kästchen meines Heftes auszumalen.

Jedoch, es finden immer irgendwelche Transformationen statt.
So benutze ich kein Papier, sondern einen Stoff indem ein Raster eingewebt ist.
Es ähnelt dem Papier. Es ist transparent und hat einen besonderen materiellen Ausdruck. Wenn der Stoff auf einen Keilrahmen gespannt ist, verformt sich das Raster.
Das finde ich herrlich fein“!

 

 

 

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